Düngung von Thuja (Lebensbaum): Gezielte Nährstoffzufuhr zur Förderung von gesundem Wachstum, dichter Benadelung und Resistenz gegen Schädlinge/Krankheiten. Thuja benötigt ausgewogene Makro- und Mikronährstoffe, bevorzugt langsam freisetzende Düngerformen und reagiert empfindlich auf Überdüngung.
- Ideale Düngerarten:
- Organisch: Kompost (reif, 2-3 L/m²), Hornspäne (100-150 g/m²), Rindermist-Pellets (60 g/m²).
- Mineralisch: Langzeitdünger (z. B. Osmocote 8-9 Monate, 30-40 g/m²) oder Blaukorn (20-30 g/m², nur im Frühjahr).
- Spezialdünger: Koniferen-Dünger (N-P-K: 8-4-6 oder 10-5-5) mit Magnesium (Mg) und Eisen (Fe) gegen Nadelschütten.
- Zeitpunkt: Hauptdüngung März-April (Austriebsphase), Nachdüngung Juni-Juli (nur bei Bedarf). Keine Düngung ab August - fördert frostempfindliche Triebe.
- Bodenbedingungen: pH-Wert 5,5-6,5 (saurer Boden: Kalkzugabe vermeiden; alkalisch: Eisenchelat gegen Chlorose).
- Mengen: Jahresbedarf: 5-8 g Stickstoff (N)/m² (bei organischen Düngern 30-50% höher dosieren).
- Wasserhaushalt: Dünger immer in feuchten Boden einarbeiten, anschließend wässern (10-15 L/m²).
Profi-Tipps für die Praxis
Bodenvorbereitung: Vor dem Pflanzen 20-30 cm tief mit Sand (bei Lehmböden) oder Tonmehl (bei Sandböden) auflockern. Mykorrhiza-Pilze (z. B. RootGrow) beim Setzen fördern Nährstoffaufnahme.
Flüssigdünger: Bei Kübel-Thuja alle 4-6 Wochen (Mai-Juli) mit Koniferendünger-Lösung (halbe Konzentration) gießen.
Nadelanalyse: Bei Vergilbung Bodentest (pH, Nährstoffgehalte) oder Blattprobe (Labor) durchführen - häufig Mg-Mangel (Bittersalz: 20 g/10 L Wasser).
Mulchen: 5-7 cm Rindenmulch (grob, pH-neutral) hält Feuchtigkeit, unterdrückt Unkraut und setzt langsam Nährstoffe frei.
Häufige Fehler, die man vermeiden sollte
Überdüngung mit Stickstoff: Führt zu weichem, schädlingsanfälligem Wachstum und Wurzelfäule. Symptome: braune Nadeln ab Spätsommer.
Falscher Zeitpunkt: Spätsommerliche Düngung (ab August) verzögert Verholzung - Frostrisse im Winter.
Unausgewogene Nährstoffe: Zu viel Phosphor (P) blockiert Mikronährstoffe (z. B. Zink); Kali-Mangel erhöht Frostempfindlichkeit.
Oberflächliche Ausbringung: Dünger nicht auf Nadeln streuen - Verbrennungsgefahr. Immer in Wurzelbereich (30-50 cm vom Stamm) einarbeiten.
Kalk auf sauren Böden: Hebt pH-Wert an - Eisenmangel-Chlorose (gelbe Nadeln mit grünen Adern) als Folge.
Kübelpflanzen vernachlässigen: Substrat alle 2-3 Jahre wechseln; Dünger im Gießwasser führt ohne Bodenpuffer zu Salzanreicherung.